Update vom 19.08.2026 Beschlusslage und weitere Entwicklung

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Die nachfolgenden Informationen basieren auf einer offiziellen Mitteilung des Investors Jürgen Sutterlüty und der SCA GmbH, die die Anlagen des Skigebiets Schetteregg aus der Insolvenz übernommen hat.


Nach der außerordentlichen Vollversammlung der Agrargemeinschaft Alpe Gemeine Brongen und Tristen vom 10. August 2026 informieren wir über die aktuelle Beschlusslage und deren Konsequenzen für Schetteregg.

Klare Mehrheit – erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht
Im März hatte die Vollversammlung dem Sommer-Konzept mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Auf dieser Grundlage wurden die konkreten Verträge ausgearbeitet, rechtlich geprüft und in zahlreichen Gesprächen abgestimmt. Am 14. Juli 2026 wurden sämtliche noch offenen Vertragsinhalte gemeinsam mit dem gesamten Vorstand und dem Bewirtschafter abschließend vereinbart und per Handschlag bestätigt. Auf dieser Grundlage wurden die Vertragsfassungen finalisiert. Gleichzeitig wurden Planungen, Behördenverfahren und technische Vorbereitungen mit erheblichem Aufwand vorangetrieben. In der außerordentlichen Vollversammlung am 10. August wurde zunächst das Protokoll der Vollversammlung vom 3. März 2026 einstimmig genehmigt. Anschließend wurde über die Verträge abgestimmt. Bei der Abstimmung stimmten 58 beziehungsweise 60 Prozent der Weiderechte für die beiden Verträge. Die laut Satzung erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde nicht erreicht.

Ausdrücklich hervorzuheben ist die vertrauensvolle, konstruktive und speditive Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Alpe Gemeine Brongen und Tristen. In den vergangenen Monaten wurde intensiv und lösungsorientiert an einer langfristig tragfähigen Vereinbarung gearbeitet. Das nunmehrige Ergebnis darf daher weder als geschlossenes Nein der Alpe noch als Ablehnung dieser gemeinsamen Arbeit verstanden werden. Die zur Abstimmung gestellten Verträge sollten die langfristige und verlässliche Grundlage für das gemeinsam entwickelte Gesamtprojekt schaffen. Durch die Ablehnung kann dieses Projekt in der bisher vorgesehenen Form derzeit nicht umgesetzt werden.

Konsequenz für den Winterbetrieb 2026/27
Für den Winterbetrieb 2026/27 fehlt unter der aktuellen Beschlusslage die erforderliche langfristige Absicherung und Planungssicherheit. Schetteregg wird daher im kommenden Winter nicht geöffnet. Weitere damit verbundene Investitions- und Vorbereitungsmaßnahmen werden nicht ausgelöst. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht für das bisher entwickelte Gesamtmodell keine tragfähige Lösung.

Verantwortung für eine Entscheidung von großer Tragweite
Das Entscheidungsrecht jedes Anteilsberechtigten wird respektiert. Bei einer Entscheidung mit einer vorgesehenen Vertragsdauer von 20 Jahren und wirtschaftlichen Auswirkungen in Millionenhöhe darf jedoch erwartet werden, dass jedes Stimmrecht eigenverantwortlich, sorgfältig und unter Abwägung sämtlicher Konsequenzen ausgeübt wird. Empfehlungen oder Interessen einzelner Personen können diese Verantwortung nicht ersetzen. Maßgeblich müssen die langfristigen Interessen der Eigentümergemeinschaft, der betroffenen Partner und der gesamten Tourismusregion sein. Umso schwerer ist nachvollziehbar, dass eine Minderheit der Weiderechte trotz einer Zustimmung von 58 beziehungsweise 60 Prozent das Zustandekommen des Gesamtpakets verhindern konnte, ohne gleichzeitig eine tragfähige Alternative für Schetteregg und die wirtschaftlich Betroffenen aufzuzeigen. Besonders unverständlich ist, dass die ablehnende Minderheit damit zum wirtschaftlichen Nachteil der eigenen Alpanteile beziehungsweise Weiderechte und somit gegen das eigene wirtschaftliche Interesse gestimmt hat. Mit der Einstellung des Gesamtbetriebs, einschließlich des Winterbetriebs, verlieren auch die bestehenden Winter-Dienstbarkeiten ihre praktische und wirtschaftliche Bedeutung. Seit dem ersten Tag des Übernahmeinteresses wurde klar und unmissverständlich kommuniziert: Einen Winterbetrieb wird es nur gemeinsam mit einem tragfähigen Sommerbetrieb geben.

Wirtschaftliche Werte und Zukunftschancen in Millionenhöhe
Die Auswirkungen dürfen nicht auf ein einzelnes Jahr oder eine Wintersaison reduziert werden. Die vorgesehenen Vereinbarungen waren auf eine Laufzeit von 20 Jahren ausgelegt und sollten Schetteregg langfristig absichern. Allein die über diese Vertragslaufzeit vorgesehenen Pacht- und Nutzungsentgelte für Alpen und Grundeigentümer belaufen sich auf deutlich mehr als zwei Millionen Euro. Diese langfristigen Einnahmen für Landwirtschaft und Grundeigentümer stehen nun ebenso auf dem Spiel wie die wirtschaftliche Perspektive zahlreicher weiterer Partner. Hinzu kommen über diesen Zeitraum Einnahmen- und Wertschöpfungspotenziale in weiterer Millionenhöhe für Mitarbeitende, die Skischule, Vereine, Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Vermieter, Landwirtschaft, Lieferanten und zahlreiche weitere regionale Unternehmen. Viele davon haben sich auf die Fortführung verlassen, Vorbereitungen getroffen und teilweise selbst bereits investiert. Für einzelne Betriebe und Familien können aus der aktuellen Situation erhebliche bis hin zu existenziellen Nachteile entstehen.

Rechtliche Auswirkungen werden geprüft
Nach der grundsätzlichen Zustimmung im März musste allen Beteiligten bewusst sein, dass auf dieser Grundlage konkrete Planungs- und Investitionsentscheidungen getroffen, Behördenverfahren vorangetrieben, Verträge ausgearbeitet und finanzielle Verpflichtungen eingegangen werden. Genau dies ist in den vergangenen Monaten geschehen. Die rechtlichen Auswirkungen des nun erfolgten Kurswechsels, insbesondere im Hinblick auf die im Vertrauen auf den bisherigen Beschluss-, Verhandlungs- und Abstimmungsprozess getätigten Aufwendungen und Investitionen, werden daher sorgfältig geprüft. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werden sämtliche Rechte ausdrücklich vorbehalten.

Breite Unterstützung in der Region
Wichtig ist gleichzeitig festzuhalten, dass dieses Ergebnis kein generelles Nein der Region und auch kein geschlossenes Nein der Alpe Gemeine Brongen ist. Die klare Mehrheit ihrer Weiderechte hat die Verträge unterstützt. Nahezu alle anderen betroffenen Grundeigentümer und Alpen haben Dienstbarkeiten, Nutzungen und teilweise auch Grundabtretungen ermöglicht. Insgesamt wurden rund 70 Vereinbarungen abgeschlossen oder vorbereitet. Ein besonderer Dank gilt den Alpen und den vielen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, die offen, verlässlich und lösungsorientiert an der weiteren Entwicklung von Schetteregg mitgearbeitet haben.

Der Glaube an Schetteregg ist unverändert
Was in den vergangenen Monaten gemeinsam geschaffen wurde, ist nicht verloren: die Übernahme aus der Insolvenz, die breite Unterstützung der Grundeigentümer und Alpen, rund 70 Vereinbarungen, weit fortgeschrittene Planungen und Behördenverfahren sowie ein tragfähiges Konzept für ein ganzjähriges Familiengebiet. Schetteregg fehlt es nicht an Potenzial, nicht an Unterstützung und auch nicht an der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und erheblich zu investieren. Jeder weitere Schritt muss jedoch auf gesicherten Rechten, verlässlichen Vereinbarungen und einer langfristig tragfähigen Grundlage aufbauen.

Jürgen Sutterlüty zur aktuellen Situation:
„Mein Glaube an Schetteregg und an das außergewöhnliche Potenzial dieses Standorts ist unverändert.“


Die aktuelle Situation und die daraus entstehenden Konsequenzen für die weitere Entwicklung von Schetteregg werden nun mit Ruhe, Klarheit und unternehmerischer Verantwortung bewertet. Über die nächsten Schritte informieren wir, sobald belastbare Entscheidungsgrundlagen vorliegen.

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